Zinseszins-Rechner: Sparplan & Vermögensaufbau

Sparplan und Vermögensaufbau mit Zinseszins, Jahresübersicht, Diagrammen und PDF-Export.

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Der Zinseszinsrechner zeigt nicht nur einen Endwert, sondern die komplette Mechanik des Vermögensaufbaus: Startkapital, Sparrate, Rendite, Zinsperioden, Einzahlungsrhythmus, Jahresplan und Zinsanteil werden sauber getrennt. Genau darin liegt seine Stärke für ETF-Sparpläne und langfristige Ziele: Sie sehen, ab wann nicht mehr die Sparrate, sondern das bereits aufgebaute Kapital die Arbeit macht.

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Beispielrechnungen

ETF-Sparplan: 10.000 EUR Start und 500 EUR monatlich

10.000 EUR Anfangsinvestition, 500 EUR monatliche Sparrate, 7 Prozent jährliche Rendite, monatliche Verzinsung und 25 Jahre Laufzeit.

Der Rechner zeigt ca. 462.290 EUR Endvermögen. Davon sind 160.000 EUR Einzahlungen und rund 302.290 EUR Zinsertrag.

Der Zinsanteil liegt in diesem Beispiel bei 65,4 Prozent. Genau dieser Kipppunkt macht langfristiges Investieren so mächtig.

Klassischer Sparplan: 300 EUR monatlich über 30 Jahre

Kein Startkapital, 300 EUR monatlich, 6 Prozent Rendite p.a. und monatliche Verzinsung.

Aus 108.000 EUR Einzahlungen werden im Modell ca. 301.355 EUR. Der reine Zinseszinseffekt trägt rund 193.355 EUR bei.

Nach 10 Jahren steht der Plan bei etwa 49.164 EUR, nach 20 Jahren bei 138.612 EUR und nach 30 Jahren bei über 300.000 EUR.

Einmalanlage: 50.000 EUR ohne weitere Sparrate

50.000 EUR Startkapital, 5 Prozent jährliche Rendite, jährliche Verzinsung und 20 Jahre Laufzeit.

Das Endvermögen liegt bei ca. 132.665 EUR. Ohne weitere Einzahlungen entstehen rund 82.665 EUR Zinsen.

Das Beispiel ist ideal, um Einmalanlage und Sparplan getrennt zu verstehen.

Wöchentliche Sparrate: 100 EUR pro Woche

5.000 EUR Start, 100 EUR wöchentlich, 5,5 Prozent Rendite, tägliche Verzinsung und 15 Jahre.

Der Rechner kommt auf ca. 132.536 EUR Endvermögen. Die Einzahlungen betragen 83.000 EUR, die Zinsen rund 49.536 EUR.

Weil Einzahlungsrhythmus und Verzinsung getrennt einstellbar sind, eignet sich der Rechner auch für nicht-monatliche Sparpläne.

Häufige Fragen

Was macht diesen Zinseszinsrechner besonders stark?

Er trennt Einzahlungen und Verzinsung sauber. Viele einfache Rechner nehmen stillschweigend monatliche Einzahlungen und monatliche Verzinsung an. Dieser Rechner kann tägliche, monatliche, vierteljährliche oder jährliche Verzinsung mit wöchentlichen, zweiwöchentlichen, monatlichen oder jährlichen Beiträgen kombinieren. Dadurch werden ETF-Sparpläne, Einmalanlagen und gemischte Szenarien realitätsnäher.

Welche Formel nutzt der Rechner?

Der Rechner berechnet den Zukunftswert aus Startkapital und regelmäßigen Beiträgen. Das Startkapital wächst mit P mal (1 + r/n) hoch n mal t. Die Beiträge werden als Rentenendwert mit passendem Verhältnis von Zinsperioden und Einzahlungsperioden gerechnet. So bleibt die Rechnung auch korrekt, wenn wöchentlich eingezahlt, aber monatlich oder täglich verzinst wird.

Ist der Rechner für ETF-Sparpläne geeignet?

Ja. Für ETF-Sparpläne geben Sie die monatliche Sparrate, eine angenommene jährliche Rendite und die Laufzeit ein. Der Rechner zeigt, wie viel aus eigenen Einzahlungen stammt und wie viel aus Kurswachstum bzw. Zinseszinseffekt entsteht. Steuern, Gebühren und echte Marktschwankungen sind nicht enthalten.

Warum wächst das Vermögen später schneller?

Am Anfang dominiert die Sparrate. Später wächst das bereits aufgebaute Kapital selbst mit. Wenn der Zinsertrag in einem Jahr wieder mitverzinst wird, entsteht der klassische Zinseszinseffekt. Deshalb wirken fünf zusätzliche Jahre am Ende oft stärker als fünf zusätzliche Jahre am Anfang.

Was bedeutet Zinsanteil?

Der Zinsanteil zeigt, welcher Teil des Endvermögens nicht aus Einzahlungen stammt. Bei langen Laufzeiten kann dieser Anteil über 50 Prozent steigen. Das ist ein guter Blick auf die Qualität des Plans: Nicht nur der Endbetrag zählt, sondern auch wie viel davon das Kapital selbst erwirtschaftet.

Kann ich monatliche und wöchentliche Sparraten vergleichen?

Ja. Sie können dieselbe Jahresersparnis mit unterschiedlichem Einzahlungsrhythmus testen. Eine wöchentliche Sparrate wirkt psychologisch anders als eine monatliche, die Berechnung zeigt aber klar, was am Ende zählt: Summe der Einzahlungen, Rendite und Zeit.

Berücksichtigt der Rechner Inflation oder Steuern?

Nein. Der Zinseszinsrechner zeigt den nominalen Vermögensaufbau vor Steuern, Gebühren und Inflation. Für Netto-Entnahmen im Ruhestand sollten Sie anschließend den Entnahmerechner nutzen. Für Gehalts- oder Sparratenplanung passt der Brutto-Netto-Rechner als Vorstufe.

Welche Rendite sollte ich für Aktien-ETF annehmen?

Der Rechner gibt keine Renditeempfehlung. Viele langfristige Planungen testen mehrere Szenarien, zum Beispiel konservativ, ausgewogen und optimistisch. Entscheidend ist, nicht nur einen schönen Endwert zu betrachten, sondern auch zu prüfen, ob die Sparrate bei schwächerer Rendite noch zum Ziel passt.

Was passiert bei negativer Rendite?

Der Rechner kann auch negative Renditen verarbeiten. Das ist nützlich für Stresstests: Sie sehen, wie stark ein schwaches Marktumfeld den Endwert drückt und wie wichtig Sparrate, Laufzeit und Liquiditätspuffer sind.

Wie verbinde ich den Zinseszinsrechner mit der Altersvorsorge?

Berechnen Sie zuerst mit dem Rentenrechner die erwartete gesetzliche, betriebliche oder private Rente. Die Lücke zum gewünschten Monatsbudget können Sie dann als Sparziel im Zinseszinsrechner planen. Kurz vor der Rente zeigt der Entnahmerechner, wie dieses Vermögen monatlich genutzt werden kann.

Vertiefende Ratgeber